Steuern

Finanzamt prüft Mietverträge unter Verwandten genau

Sofern bei einem Mietvertrag zwischen Verwandten die Miete in Dienstleistungen und nicht in Geld besteht, muss der Wert der Miete im Voraus vereinbart werden und nachvollziehbar sein.

Sonst sind solche Vereinbarungen steuerlich nicht anzuerkennen. Dies geht aus einer Entscheidung des Hessischen Finanzgerichts (Az. 3 K 646/06 und 3 K 2511/06) hervor, auf die die Eigentümergemeinschaft Haus & Grund aufmerksam macht. Mietverträge zwischen nahe stehenden Personen werden steuerlich nur anerkannt, wenn die Verträge wirksam vereinbart sind und sowohl Vertrag wie auch Praxis dem entsprechen, was zwischen Fremden üblich ist.

Im Streitfall hatte der Kläger auf einem Grundstück ein Eigenheim errichtet. Für 2002 und 2003 gab er in seiner Steuererklärung an, das Haus an seine Eltern vermietet zu haben und machte als Werbungskosten Zinsen sowie Abschreibungen ("AfA") geltend. Einnahmen gab er nicht an. Das Finanzamt lehnte die Anerkennung der Werbungskosten wegen der unentgeltlichen Überlassung des Hauses ab.

Im Einspruchsverfahren behauptete der Kläger, seinen Eltern das Haus nicht unentgeltlich, sondern gegen "Dienst- und Arbeitsleistungen" überlassen zu haben. Ohne nachvollziehbare Nachweise sei auch dies nicht anzuerkennen, so das Finanzamt. Das Finanzgericht bestätigte diese Auffassung.