Umfrage

Jeder Zweite will keinen Kinderlärm in der Nähe

50 Prozent der Deutschen möchten nicht in der Nähe eines Spielplatzes, einer Kindertagesstätte oder einer Schule wohnen. Nur 34 Prozent schreckt Kinderlärm in Wohnortnähe nicht ab, so das Ergebnis einer Umfrage des Portals Immowelt.de.

Zwar sind sich die meisten einig, dass Deutschland Nachwuchs braucht, doch wenn es darum geht, Tür an Tür mit Kindern zu leben, ist es mit der Begeisterung schnell vorbei: Genau 50 Prozent der Deutschen möchten garantiert nicht neben einer Schule, einem Spielplatz oder einer Kindertagesstätte wohnen, das zeigte die Repräsentativumfrage von Immowelt, für die das Marktforschungsinstitut Innofact 2095 Personen befragt hat.

Dabei differenziert diese Bevölkerungshälfte noch etwas. Elf Prozent neigten dieser Aussage zu: "Ja, ich mag es ruhig und würde nicht mal in die Nähe solcher Plätze ziehen." Damit zeigten sie deutlich, dass sie sich offensichtlich nur in absolut kinderfreien Gegenden niederlassen würden.

39 Prozent antworteten scheinbar etwas ausgewogener, aber in der Sache ähnlich eindeutig: "Etwas Kinderlärm stört mich nicht, aber direkt neben einen ,Brennpunkt' würde ich nicht ziehen." So bekannten sie, dass sie einen Sicherheitsabstand zwischen sich und der nächsten Kindereinrichtung brauchen.

34 Prozent haben grundsätzlich nichts gegen Kinderlärm, wurde weiter erfragt. Exakte Aussage dazu, die man bejahen oder verneinen konnte: "Kinderlärm stört mich kaum oder überhaupt nicht, der ist mir egal."

Vielleicht aber erhöht sich auch die Tendenz in die eine oder andere Richtung. Denn 16 Prozent wollen sich zu der gestellten Ausgangsfrage ("Hat Kinderlärm z.B. von Spielplätzen, Kitas oder Schulen eine Auswirkung auf Ihre Wohnort-Wahl?") noch keinerlei Gedanken gemacht haben.