Besichtigungstermine

Im Herbst sind Vermietung und Verkauf besonders schwer

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An grauen Herbsttagen eine Immobilie anzubieten, ist ein wirklich schwieriges Unterfangen. Alles erscheint viel unfreundlicher als im Frühjahr oder Sommer. Umso wichtiger ist es, Besichtigungstermine gut vorzubereiten.

Termin: Wer mit Hilfe des Wetterberichtes einen Tag findet, an dem es nicht regnet, hat bereits einen kleinen Vorteil - bei gutem Wetter wirken Objekte besser. Die Uhrzeit sollte sich danach richten, wann die Wohnung das meiste natürliche Licht hat.

Erster Eindruck: Fassade, Vorgarten und Hausflur bestimmen den ersten Eindruck. Mülltonnen sollten ordentlich aussehen, also nicht überfüllt oder von Abfalltüten umzingelt. Die Klingelanlage sollte in gutem Zustand sein, also mit Beleuchtung und einheitlichen Namensschildern. Bergeweise Werbung hat im Hausflur nichts zu suchen.

Aufräumen: Aufgeräumte Zimmer wirken geräumiger. Es sollte kein Kinder-Spielzeug auf dem Boden liegen, und Schränke sollten geschlossen sein. Wenn Teppiche oder Pflanzen vorübergehend verschwinden, sehen Wohnungen geräumiger aus. Fensterbänke sollten frei sein.

Lichtquellen: Natürliches wie künstliches Licht sind wesentlich für die Objektatmosphäre. Jalousien und Vorhänge sollten weit geöffnet und Fenster geputzt sein. Auch bei Besichtigungen mit viel Tageslicht hilft es, wenn in allen Zimmer Lampen dunkle Ecken aufhellen. Ist es draußen dunkel, sollten auch Balkon oder Garten beleuchtet sein. Ist die Wohnung ausgekühlt, bleibt dieser "Frier-Moment" in schlechter Erinnerung. Die Temperatur sollte in allen Zimmern etwa 20 Grad betragen. Vor dem Aufheizen ist kräftiges Lüften sinnvoll, damit Gerüche verschwinden. Natürliche Düfte wie etwa von einem Strauß frischer Rosen können das Unterbewusstsein positiv beeinflussen, aufdringliche Düfte aus der Raumspray-Dose werden als Manipulation empfunden.

Geräusche: Lärm im Treppenhaus oder in anderen Wohnungen kann abschreckend sein. Wer ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn hat, bittet, dass sich insbesondere Kinder während der Besichtigung ruhig verhalten. Wenn die Wohnung hellhörig ist und Straßenlärm hineindringt, kann ein Radio oder eine CD mit ruhiger Musik etwas ablenken. Das Gespräch mit dem Interessenten sollte aber trotzdem bei normaler Lautstärke möglich sein.

Haustiere: Auf Katzen und Hunde sind manche Mitmenschen nicht gut zu sprechen. Gerade Hunde werden mitunter als störend empfunden, weil sie bellen oder vor der Haustür ihr "Geschäft" machen. Falls möglich, sollte der Nachbar mit seinem Bello am besten während der Besichtigung mal Gassi gehen.