Grenzwerte

Nachweispflicht für Öfen läuft aus

Bis zum 31. Dezember 2012 müssen 15 Millionen Besitzer von Kaminöfen, Kachelöfen und Heizkaminen ihrem Schornsteinfeger den Nachweis erbringen, dass ihre Feuerstätte die Mindestanforderungen bei Staub und Kohlenmonoxid (CO) erfüllt.

Auf diesen Passus der Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) vom 22. März 2010 weist der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik hin, der die Hersteller der Geräte vertritt.

Der Nachweis über die Einhaltung geforderter Emissionsgrenzwerte kann eine Herstellerbescheinigung sein, die der Ofenbesitzer direkt beim Hersteller erhält oder in einer Online-Datenbank abrufen kann, die der HKI mit den Herstellern aufgebaut hat. Sie ist unter www.ratgeber-ofen.de abrufbar.

"Für viele ältere Modelle jedoch", so HKI-Geschäftsführer Frank Kienle, "kann eine Messung durch den Schornsteinfeger notwendig sein, da für diese Geräte in der Vergangenheit keine Staubmesswerte ermittelt wurden. Für eine solche Messung bleibt Zeit bis Ende 2013. Sollte der Ofen die Grenzwerte beziehungsweise die Bestandsschutzwerte nicht erfüllen, ist er mit einem Staubfilter auszustatten oder muss ausgetauscht werden."

Für Austausch, Stilllegung oder Nachrüstung von Geräten gibt es unterschiedliche Fristen. Entscheidend hierfür ist das Datum der Typprüfung. Das steht auf dem Typenschild an der Feuerstätte. Für Geräte, deren Typprüfung vor 1975 stattgefunden hat und die den neuen Anforderungen nicht genügen, ist am 31. Dezember 2014 definitiv Schluss.

In weiteren Schritten - in den Jahren 2017 und 2020 - enden die Fristen für jüngere Feuerungsanlagen, und im Jahr 2024 ist Deadline für all jene, die vom 1. Januar 1995 bis zum 21. März 2010 in Betrieb gegangen sind.