Sorgen

Was hindert mich am Immobilienkauf?

Die Immobilienpreise sind attraktiv, und die Baugeldkonditionen bewegen sich weiter auf Niedrigniveau - während Erspartes nur minimal verzinst wird. Beim Blick auf die Rahmenbedingungen stehen also alle Zeichen auf "kaufen". Dennoch hadern viele Mieter mit dem Schritt in eigene vier Wände. Der Baugeldvermittler Interhyp beleuchtet typische Sorgen beim Immobilienkauf und zeigt Lösungen auf.

"Kann ich mir überhaupt eine Immobilie leisten?" : Um diese Frage seriös zu beantworten, ist ein ehrlicher Kassensturz unerlässlich. Der sollte in aller Ruhe und vor allem vor der Objektsuche durchgeführt werden, um ein realistisches Budget zu ermitteln. Nur wenn nach dem Immobilienkauf noch genug finanzieller Spielraum für Urlaub und andere Annehmlichkeiten besteht, machen die eigenen vier Wände dauerhaft Freude. Für eine schnelle Kalkulation beim Anzeigen-Stöbern hilft folgende Faustformel: Rund 40 Prozent vom Netto-Haushaltseinkommen sind als monatliche Darlehensrate gut tragbar. Genauer geht es mit kostenlosen Programmen, wie zum Beispiel dem Haushaltsrechner unter www.interhyp.de/rechner

"Ohne viel Eigenkapital geht ein Immobilienkauf doch gar nicht" : Bei der Frage nach dem Eigenkapital-Einsatz gibt es zwar keinen generellen Königsweg, aber wenn zehn Prozent des Kaufpreises vorhanden sind, ist der Traum vom Eigenheim durchaus realisierbar und rechnet sich beim jetzigen Niedrigzinsniveau besonders: "Gerade für junge Noch-Mieter, die über ein solides Einkommen verfügen, kann die Finanzierung der Immobilie sinnvoller sein, als jahrelang mühsam anzusparen und eine attraktive Chance für die eigene Immobilie zu verpassen", erklärt Finanzexperte Benjamin Papo von Interhyp.

"Wenn die Zinsen steigen, kann ich mir die Rate nicht mehr leisten" : Während sich früher das Baufinanzierungsangebot auf eine Laufzeitauswahl von fünf oder zehn Jahren beschränkte, kann man seinen Zinssatz heute bis zu 30 Jahre lang fixieren. Damit ist die monatliche Belastung über Jahrzehnte hinweg komplett kalkulierbar, und das Problem von eventuell deutlich höheren Zinsen bei der Anschlussfinanzierung reduziert sich, beziehungsweise fällt weg.

"Die Immobilie macht mich finanziell unflexibel" : Auch wenn bei der Finanzierung die Zinsen auf zehn Jahre oder länger festgeschrieben sind, gilt diese Starrheit nicht (mehr) für die Rückzahlungsmöglichkeiten des Darlehens. Neben kostenlosen Sondertilgungsoptionen kann man einen mehrmaligen Tilgungswechsel während der Darlehenslaufzeit vereinbaren. Dadurch gibt es in Zeiten höherer Einkünfte die Freiheit, die Tilgungsrate aufzustocken und später wieder herabzusetzen.

"Die Nachfrage nach guten Immobilien ist so groß, dass ich im entscheidenden Moment eh nicht zum Zuge komme" : Im derzeitigen Angebotsmarkt zählen zwar oftmals Schnelligkeit und Entschlossenheit, aber egal ob Kauf oder Bau - die Entscheidung für eine bestimmte Immobilie sollte immer wohlüberlegt sein. Man kann jedoch einen Zeitvorsprung erlangen, wenn man schon im Vorfeld mit einem Experten klärt, wie hoch das Budget heute und in Zukunft ist, wie viel Eigenheim man sich damit leisten kann und ob individuelle Ausstattungen wie zum Beispiel Sondertilgungsoptionen wichtig sind. "Wer ein fertiges Finanzierungskonzept in der Tasche hat, tut sich nicht nur leichter bei der Suche nach der passenden Immobilie, sondern erhält auch eher den Zuschlag beim Kauf", meint Papo.

"Wer weiß, ob meine Immobilie wertstabil bleibt?" Eine Garantie auf absolute Wertstabilität gibt es natürlich nicht, aber durch gründliche Abwägung im Vorfeld kann man viele Fallen umgehen. Das wichtigste Kriterium bei der Immobilienauswahl ist die Lage. Doch auch eine gute Infrastruktur und starke Wirtschaftskraft in der Umgebung sind für langfristige Wertstabilität wesentlich.

Um festzustellen, ob sich das Objekt in einem technisch einwandfreien Zustand befindet, sollte ein unabhängiger Bewertungsexperte zu Rate gezogen werden. Da mit zunehmendem Alter einer Immobilie auch deren Instandhaltungskosten steigen, empfiehlt es sich, von Anfang an Rücklagen zu bilden. Hier gilt die Faustregel: zwei Euro monatlich pro Quadratmeter Wohnfläche.

"Der Kauf einer Immobilie ist meist eine Entscheidung für das ganze Leben" : Klar, dass sich eine Menge Fragen und Unsicherheiten ergeben. Bei der Finanzierung seien jedoch viele Befürchtungen unbegründet oder lösbar, sagt Papo: "Hier lohnt sich das Gespräch mit einem unabhängigen Experten."