Urteil

Wenn der Mieter beim Auszug den Fahrstuhl beschädigt

Schadenersatzansprüche einer Wohnungseigentümergemeinschaft gegen einen Mieter wegen Beschädigung von Gemeinschaftseigentum verjähren in der Regel erst nach drei Jahren, hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden.

Die im Mietrecht geltende kurze Verjährungsfrist von sechs Monaten für Ersatzansprüche des Vermieters sei hier nicht anwendbar. In dem Fall forderte die Eigentümergemeinschaft Schadenersatz von ehemaligen Mietern wegen Beschädigung eines Fahrstuhls. Die Mieter hatten bei ihrem Auszug im Juni 2008 zum Transport von Möbeln den - im Gemeinschaftseigentum stehenden - Fahrstuhl benutzt, der innen mit Edelstahlpaneelen verkleidet ist. Die Gemeinschaft verlangte von den Mietern 6700 Euro Schadenersatz wegen Beschädigung. Die Klage wurde allerdings erst im Dezember 2009 erhoben, nach anderthalb Jahren. Der Schadenersatzanspruch unterliege aber "der Regelverjährung von drei Jahren", so der BGH. (Az.: VIII ZR 349/10)