Urteil

Yorkshire-Terrier soll erlaubtes Kleintier sein

Yorkshire-Terrier sind keine Kleintiere, sondern Hunde. Ist im Mietvertrag vereinbart, dass die Hundehaltung von einer Zustimmung des Vermieters abhängt, ist diese Vereinbarung wirksam.

Der Mieter hat keinen Anspruch auf Haltung des Yorkshire-Terriers, wenn der Vermieter hierzu seine Zustimmung verweigert, entschied das Amtsgericht Berlin-Spandau (Az. 13 C 576/10).

Nach Informationen des Deutschen Mieterbundes ist die Kleintierhaltung in Mietwohnungen immer erlaubt - egal, was im Mietvertrag steht. Eine ausdrückliche Zustimmung des Vermieters ist dann nicht erforderlich. Kleintiere sind zum Beispiel Ziervögel, Zierfische, Hamster oder Schildkröten.

Dagegen kann im Mietvertrag vereinbart werden, dass die Hundehaltung verboten ist beziehungsweise immer von einer Erlaubnis des Vermieters abhängt. In diesem Fall kommt es nach der Entscheidung des Amtsgerichts nicht auf die Hundeart an. Den Mieterargumenten - Yorkshire-Terrier seien von winzigem Ausmaß, vergleichbar etwa einem Meerschweinchen - folgte das Gericht nicht.