Pflanzen

Zeit sparen beim Gärtnern

Jäten, umgraben, schneiden, mähen, rechen - und wenn man an einem Ende fertig ist, kann man am anderen schon wieder anfangen. Keine Frage: Ein schöner Garten erfordert Zeit. Wie viel, kann man selbst entscheiden - vorausgesetzt man kennt die richtigen Tricks, mit denen sich die grüne Oase vor der Haustür pflegeleicht(er) machen lässt. Schwäbisch-Hall-Expertin Ingrid Lechner hat Tipps zusammengestellt, wie man die heimischen Grünflächen (fast) im Handumdrehen in ein zauberhaftes Sommerparadies verwandelt.

Die Pflanzenauswahl ist der wichtigste Zeitfaktor. Man kann viel Arbeitszeit sparen, wenn man sich auf Gewächse konzentriert, die auch ohne viel Zuwendung gut wachsen, wie etwa die erprobte Kapuzinerkresse.

Polsterpflanzen können etwa Lücken zwischen Gehölzen füllen. Römische Kamille oder Teppichverbene eignen sich auch als anspruchsloser Rasenersatz zwischen Trittsteinen oder auf größeren Flächen.

Holzhäcksel, Rindenmulch und Splitt sind die effektivsten Zeitsparhelfer. Mulch und Häcksel halten nicht nur den Boden feucht, sondern vermindern auch das Unkrautwachstum. Und wer die Fugen im Pflaster mit Splitt statt Sand füllt, wird dort kaum noch ungebetene Gäste finden.

Wer pfiffig ist, lässt seine durstigen Gewächse gießen , statt sie selbst zu gießen, etwa mit einem professionellen automatisierten Bewässerungssystem mit Schläuchen und Zeitschaltuhr. Kostet sechs bis zehn Euro pro Quadratmeter Garten.

Staudenbeete zu pflanzen gilt als schwierigste Disziplin im häuslichen Garten, aber auch hier kann man sich mit drei simplen Regeln helfen. Erstens sollte man immer mehrere Pflanzen einer Sorte an einem Fleck ansiedeln, zweitens tiefe und hohe Stauden mischen. Und drittens die Blütenfarben in Linie bringen: Die Knallfarben Rot, Orange und Gelb wirken vorn am besten, Pastelltöne passen zur Mitte, den perfekten Hintergrund bildet weit leuchtendes Weiß.

Auch Gartenwerkzeuge entscheiden über das Zeitbudget: Je besser sie auf die jeweilige Arbeit ausgerichtet sind, desto schneller geht diese voran. So kann man mit einer Grabegabel den Boden auflockern, bevor man jätet.

Ganz ohne Zeit aber geht es nicht. Doch ein kleiner psychologischer Trick hilft. Ingrid Lechner: "Gehen Sie nicht 'Gartenarbeit machen', gehen Sie 'gärtnern' - das macht mehr Spaß."