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Neuer Ratgeber für Renovierer: Wohnen in einem Baudenkmal

Fast eine Million Gebäude stehen in der Bundesrepublik unter Denkmalschutz, darunter viele Wohnimmobilien. Sie haben ihren besonderen Reiz, sind allerdings in der Unterhaltung aufwendiger als normale Häuser.

Auch die Sanierung ist technisch oft komplizierter und muss mit den Behörden detailliert abgestimmt werden. Zum Umgang mit Baudenkmälern hat der Verband Privater Bauherren (VPB) einen kleinen Ratgeber zusammengestellt. Er kann im Internet auf der Verbands-Website www.vpb.de im Bereich "Services" mit dem Namen "Denkmal: Sanierung und Abschreibung im Baudenkmal" kostenlos heruntergeladen werden.

Denkmalbesitzer können viele Arbeiten an ihrer Immobilie steuerlich absetzen, egal ob sie die Immobilie selbst bewohnen oder vermieten. Auch Besitzer von Eigentumswohnungen in denkmalwerten Mehrfamilienhäusern kommen in den Genuss dieser steuerlichen Vergünstigungen. Das A & O jeglicher Abschreibung ist allerdings die Genehmigung sämtlicher Arbeiten durch die zuständige Denkmalbehörde.

Wer ohne Genehmigung saniert oder umbaut, bekommt nicht nur keine Bescheinigung und damit auch keinen Steuererlass, sondern muss sogar mit einem Verfahren wegen illegalen Bauens rechnen.

Die energetische Sanierung eines Baudenkmals ist nicht immer einfach. Stuckverzierte Gründerzeitfassaden können beispielsweise nicht mit Wärmedämmung verkleidet werden. Umstritten ist auch die Montage von Solaranlagen auf denkmalgeschützten Gebäuden. Hier müssen stets die Auflagen der Behörden, die Material, Farbe und Fassade betreffen, in Einklang mit den Wohnwünschen der Besitzer gebracht werden. Dabei können unabhängige Bausachverständige mit ihrem Know-how helfen.