Gericht

Handwerkereinsätze sind keine haushaltsnahe Dienstleistung

Mieter und selbst nutzende Eigentümer eines Hauses oder einer Wohnung können für haushaltsnahe Dienstleistungen bis zu 4000 Euro pro Jahr steuersenkend geltend machen, bei Leistungen von Handwerkern dagegen werden höchstens 1200 Euro jährlich akzeptiert.

Wie die Wüstenrot Bausparkasse AG mitteilt, hat der Bundesfinanzhof (BFH, Az. VI R 4/09) die Leistungsarten voneinander abgegrenzt. Demnach sind Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen Handwerkerleistung. Dies gelte auch für handwerkliche Verrichtungen wie Ausbesserungs- und Erhaltungsmaßnahmen.

Eine Zuordnung solcher Aufwendungen zu den haushaltnahen Dienstleistungen und somit eine zusätzliche Berücksichtigung des Ermäßigungsbetrags scheide daher aus. Haushaltsnah seien Dienste wie Wohnungsreinigung, Gartenpflege, Kinderbetreuungskosten oder auch Pflege- und Betreuung im Privathaushalt. Selbstverständlich kann ein Privathaushalt beide Leistungsarten in jedem Jahr nutzen und steuerlich geltend machen.

In dem Fall hatte der Kläger bei einer größeren Renovierung am Eigenheim mit einem Großteil seiner Aufwendungen bereits den Förderhöchstbetrag für Handwerkerleistungen erreicht. Für weitere Maler- und Tapezierarbeiten an Wänden und Decken machte er Steuerermäßigungen für haushaltsnahe Dienstleistungen zusätzlich geltend. Dies wurde von den Vorinstanzen und vom BFH abgelehnt.