Finanzierung

Vorsicht bei Insolvenz des Bauunternehmens

Wer ein Haus baut, der hat fünf Jahre Gewährleistung. Während dieser Frist muss der Unternehmer, der das Haus gebaut hat, alle Mängel für den Bauherrn kostenlos beseitigen.

Was passiert aber, wenn das Bauunternehmen während dieser fünf Jahre insolvent wird? Der Verband Privater Bauherren (Berlin) rät, sich dann immer erst an den Insolvenzverwalter zu wenden und nicht etwa an den Subunternehmer, der seinerzeit das Gewerk ausgeführt hat. Der Insolvenzverwalter hat nämlich Anfechtungsrechte, die im Ergebnis bewirken, dass der Bauherr dann sogar zweimal für den Mangel zahlen könnte: zum einen über den Werklohn, zum anderen wegen Fehlern bei der Beseitigung des Mangels.

Diese Ungerechtigkeit nimmt der Gesetzgeber in Kauf zu Gunsten aller anderen, die vom insolventen Unternehmen noch Geld bekommen, kritisiert der Verband. Vermeiden lasse sich das nur durch eine sogenannte Gewährleistungssicherheit. Die müsse der Bauherr aber gleich zu Beginn mit dem Bauunternehmer vertraglich mit vereinbaren.