Ratgeber Recht

Vermieter dürfen nur geeichte Messgeräte nutzen

Wenn der Eigentümer einer Wohnung gegenüber seinem Mieter die Verbrauchskosten abrechnet, muss er dabei ganz korrekt vorgehen. Wer alte Messgeräte verwendet, die längst hätten neu geeicht werden müssen, kann später Schwierigkeiten bekommen.

In solchen Fällen stellt sich die Rechtsprechung laut LBS-Information stets auf die Seite der Mieter.

Ein Fall am Amtsgericht Neubrandenburg (Az. 5 C 130/09): Mieter und Vermieter stritten über die Nebenkostenabrechnung. Der Mieter wandte sich vor allem gegen die Messung des Warm- und Kaltwasserverbrauchs. Die letzte Eichung des Zählers habe vor 15 Jahren stattgefunden, obwohl alle fünf Jahre eine neue Eichung erfolgen muss. Die Abrechung der Wasserkosten war von Bedeutung, weil sie um 100 Prozent gestiegen waren.

Die Richter sahen eine "erhebliche Gefahr von Abweichungen des Zählerergebnisses vom realen Verbrauch". Die "gemessenen" Zahlen könnten nicht als Grundlage für eine Schätzung verwendet werden. Die einzige Chance für den Eigentümer wäre gewesen zu beweisen, dass sein "antiker" Wasserzähler trotzdem einwandfrei funktioniert habe.