Ratgeber Recht

Essenlieferung zählt nicht als haushaltsnahe Dienstleistung

Immobilienbesitzer setzen Kosten für haushaltsnahe Dienstleistungen gern bei der Steuer ab - wie etwa die Gartenpflege. Voraussetzung für das Modell ist immer, dass die Dienstleistung im Haushalt des Steuerpflichtigen erbracht wird.

Die Lieferung von Essen durch ein Unternehmen allerdings wird nicht als haushaltsnahe Dienstleistung anerkannt. Darauf weist die Eigentümervereinigung Haus & Grund in Berlin mit Blick auf ein Urteil des Finanzgerichts Münster (Az. 14 K 1226/10 E) hin.

In dem Fall hatte ein älteres Ehepaar in seiner Einkommensteuererklärung Aufwendungen für gelieferte warme Mahlzeiten - rund 1900 Euro - als haushaltsnahe Dienstleistung angesetzt. Das Finanzamt lehnte ab - und mit ihm das Finanzgericht: Der Steuerbonus könne nur in Anspruch genommen werden, wenn eine Dienstleistung im Haushalt des Steuerpflichtigen ausgeübt oder erbracht werde. Hier aber werde die Zubereitung des Essens im liefernden Unternehmen und nicht zuhause erbracht.