Haftungsrisiko

Verwaltungsbeirat ist wichtiges Ehrenamt

In der Regel ist die Wohnungseigentümergemeinschaft dankbar für das Engagement der Verwaltungsbeiräte. In Einzelfällen kann der Einsatz für die Miteigentümer allerdings auch teuer werden.

Denn obwohl die Beiräte ehrenamtlich tätig sind und kein oder nur ein geringes Entgelt erhalten, müssen sie bei Fehlern möglicherweise haften.

"Schadenersatz droht, wenn Verwaltungsbeiräte im Rahmen ihrer Tätigkeit schuldhaft Fehler begehen und der Eigentümergemeinschaft dadurch Schaden entsteht", erklärt Sandra Weeger-Elsner, Rechtsreferentin des Verbraucherschutzvereins "Wohnen im Eigentum" (Bonn). Schuldhaft ist ein Verhalten, wenn es "vorsätzlich", "grob fahrlässig" oder auch nur "leicht fahrlässig" ist.

Jedes Verwaltungsbeiratsmitglied haftet für sein Verschulden - mit seinem ganzen Vermögen. Verwaltungsbeiräte sollten daher übernommene Aufgaben sorgfältig erledigen. Aufgaben wie das Aushandeln eines Verwaltervertrages oder die Verfügungsbefugnis über Gemeinschaftskonten sind besonders haftungsträchtig. Die Eigentümergemeinschaft sollte deshalb auch beschließen, die Beiratsmitglieder von der Haftung freizustellen. Dazu muss eine Haftungsfreistellungsvereinbarung getroffen werden. Der Abschluss einer Vermögensschadenshaftpflichtversicherung kann das Haftungsrisiko der Beiratsmitglieder abmildern. Verschiedene Versicherungsunternehmen bieten dafür spezielle Versicherungen für Verwaltungsbeiräte an.

Antworten auf Fragen rund ums Thema Haftung geben die Infoblätter "Kein Geld, viel Risiko?" und "Verwaltungsbeirat - aber sicher!" Sie wurden im Rahmen des vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geförderten Projekts zur "Vernetzung von Verwaltungsbeiräten" erstellt und können kostenlos von der Website des Vereins www.wohnen-im-eigentum.de > Eigentumswohnung > Verwaltungsbeiräte > Infoblätter herunter geladen werden.