Für Wohneigentümer komplizierter Weg zu neuen Fahrradständern

In den Sommermonaten sind viele Menschen aufs Rad gestiegen. Reichen die vorhandenen "Fahrradparkplätze" in einer Wohnungseigentumsanlage nicht aus oder gibt es keine geeigneten Abstellmöglichkeiten für die Drahtesel, gilt das Aufstellen von Radständern oder die Einrichtung eines Fahrradraums rechtlich als Instandhaltung.

Die Konsequenz: Die Eigentümer können solch eine Maßnahme mit einfacher Mehrheit beschließen, wenn dadurch verhindert wird, dass Gemeinschaftsflächen zugestellt oder Wände durch angelehnte Fahrräder beschädigt werden.

Sollen dagegen zusätzliche Fahrradabstellmöglichkeiten draußen oder im Haus geschaffen werden, gilt dies als Modernisierung: Dann müssen drei Viertel aller stimmberechtigten Wohnungseigentümer, die mehr als die Hälfte der Miteigentumsanteile besitzen, zustimmen.

Infos über die Abgrenzung von Instandhaltung, Modernisierung und baulicher Veränderung enthält auch der vom Verbraucherschutzverein "Wohnen im Eigentum" herausgegebene "Modernisierungs-Knigge für Wohnungseigentümer". Den Rechts- und Finanzierungsratgeber gibt's für 19,90 Euro im Buchhandel oder bei der Geschäftsstelle des Vereins (Thomas-Mann-Str. 5, 53111 Bonn), Mail: kundencenter@wohnen-im-eigentum.de , Tel. 0228/304 126 77.