Ratgeber

Geschenkte Immobilie mit einem Vertrag absichern

Eltern, die ihren Grundbesitz schon zu Lebzeiten auf ihre Kinder übertragen, müssen sich hinreichend absichern. Dazu gehört nicht nur die Eintragung des Wohnungsrechts in der übertragenen Immobilie.

Eltern sollten sich auch Gedanken darüber machen, wie ihre Versorgung im Alter gewährleistet bleibt, rät die Notarkammer Berlin. Und für den Fall, dass die Kinder in finanzielle Not geraten und das Haus gefährdet ist, empfehle sich ein Eintrag im Grundbuch, der eine Rückübertragung sicherstellt.

Grundsätzlich sollten sich die Beteiligten vor Abschluss eines Übertragungsvertrages genau überlegen, wie der Vertrag wieder rückgängig gemacht werden kann, z.B. wenn das persönliche Verhältnis total zerrüttet ist. Ohne eine solche Regelung drohe eine erhebliche Schenkungssteuer, falls die Parteien sich nachträglich aus freier Entscheidung entschließen, den Grundbesitz den Eltern zurück zu geben. Die Notarkammer rät ferner, vertraglich festzulegen, dass bei Streitigkeiten vor dem Gang zum Gericht zunächst eine gütliche Einigung versucht werden muss.

Eltern, die mehrere Kinder haben und bei denen ein Kind den Grundbesitz gegen Übernahme der Pflege erhalten soll, möchten, dass nach ihrem Tode der Nachlass gerecht verteilt wird. Oft bekommen die anderen Kinder eine Abfindung. Die Abfindungshöhe könne aber schnell zu Streitereien führen, da nicht zu überblicken ist, in welchem Umfang und über welche Zeitdauer die Eltern gepflegt werden müssen. Unter Umständen kann eine Grundstücksübertragung im Erbfall auch zu Ausgleichsansprüchen, den so genannten Pflichtteilsergänzungsansprüchen führen.

Um einen für allen befriedigenden "Generationenvertrag" abzuschließen, sollten sich die Beteiligten Hilfe bei einem Notar holen, raten die Notare.

( tr )