Handel

Die Branche setzt auf teure Gartengeräte

Für Werkzeuge zum Schreddern, Mähen, Stutzen und Co. geben Hobbygärtner viel Geld aus. Die Wirtschaftskrise hat der Branche wenig zugesetzt, denn längst haben Vorstadt- und Hobbygärtner ihren grünen Daumen um einen ganzen Gerätepark ergänzt.

Rund 840 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftetet die Hersteller im vergangenen Jahr in ganz Europa mit Gartengeräten.

In Deutschland ist die Nachfrage nach Gartengeräten ungebrochen. "In Gartenabteilungen der Bau- und Heimwerkermärkte wurde 2010 mit Gartengeräten sieben Prozent mehr Umsatz erzielt", sagt Stefan Michell (Bundesverband Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte). Der Zuwachs wäre bei besserem Wetter noch höher ausgefallen. Der Sommer 2010 aber sei zu kurz gewesen - die Branche ist anfällig für verregnete Frühjahre und trockene Sommer.

Das Jahr 2011 "fing sehr optimistisch an", meint ein Insider. Nach einem guten Frühjahr sei jedoch der Sommer vor allem in Nordeuropa trocken gewesen. Die Unternehmen probieren sich daher nun mit einer Strategie an vielen Fronten: Sie bieten immer neue Produkte und verlangen dafür im Schnitt mehr Geld. Der Durchschnittspreis und Produktqualität von Gartengeräten steigen, heißt es dazu bei Bosch.

( dpa )