Wohnungsmangel

Deutschland braucht mehr Neubauten

Der Aufschwung beim Wohnungsneubau in Deutschland setzt sich fort - ist aber auch dringend nötig. Das Statistische Bundesamt meldete fürs erste Halbjahr 2011 etwa 95 000 neu genehmigte Wohnungen - ein Zuwachs von 28,9 Prozent. "Der starke Anstieg der Baugenehmigungen gegenüber dem Vorjahr zeigt, dass der Wendepunkt beim Wohnungsbau nachhaltig erreicht ist", kommentiert Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des Maklerverbandes IVD die Zahlen.

Vom Anstieg profitierte vor allem der Bau von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Hier legten die Genehmigungen um 30,2 Prozent zu. "Der Anstieg im Geschosswohnungsbau ist dringend notwendig, da es in Ballungsgebieten wie Berlin oder München einen starken Nachfrageüberhang gibt", sagt Schick.

Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung wären in den Jahren 2010 bis 2015 jährlich 193 000 neue Wohnungen nötig, um den Bedarf zu decken. "Setzt sich der positive Trend im zweiten Halbjahr 2011 fort und werden tatsächlich alle genehmigten Wohnungen errichtet, könnte dieser Richtwert erreicht werden", so Schick weiter.

Neben dem Geschosswohnungsbau legten auch Einfamilienhäuser zu. Mit 49 000 Wohnungen wurden 30,4 Prozent mehr Genehmigungen erteilt als im ersten Halbjahr 2010.

( tr )