Statistik

Auch in der Inflation bleibt Berlin Mieterstadt

Trotz des kontinuierlichen Anstiegs der Mietkosten bleibt Berlin eine Mieterstadt. Eigentumswohnungen sind eher selten - allerdings mit langsam steigender Tendenz. Nach aktuellen Daten der Marketinggesellschaft Infas Geodaten von 2010, die dem Portal Immobilienscout24.de vorliegen, bleiben in allen 81 Stadtteilen Berlins die Mieter die übergroße Mehrheit der Haushalte.

In der ganzen Stadt beträgt der Mieteranteil etwa 85 Prozent, der Anteil der Eigentümer liegt bei 15 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt mehr als vor fünf Jahren: Laut Bundesstatistik betrug die Eigentümerquote 14,1 Prozent 2006 und elf Prozent 1998.

Nur in 18 Stadtteilen stellen die Eigentümer mehr als 20 Prozent der Haushalte. Am höchsten ist die Quote in Schmöckwitz mit 24,3 Prozent gefolgt von Rahnsdorf mit 23,6 Prozent. Am meisten Mieter gibt es mit je 87 Prozent in Rummelsburg, Friedrichshain, Kreuzberg, Schöneberg und Tiergarten.

Der Vize-Landesvorsitzende des Maklerverbandes IVD, Andreas Habath, meint, beim Wohnen liebe der Berliner die Freiheit und miete lieber. Die Nachfrage nach Eigentum sei in den vergangenen Jahren trotzdem gestiegen. Zu höheren Investitionen in Immobilien hätten niedrige Zinsen, Finanzkrise und Sorgen um andere Investitionen beigetragen. "Vor allem in den Innenstadtlagen ist der Eigentums-Trend zu beobachten - und im Fahrtwind von Investitionen in höherwertige Bausubstanz ziehen auch die Mieten an", heißt es bei Immobiliensocut24.