Recht

Wohnung noch vermietet: Makler verliert Anspruch auf Provision

Ein Makler muss sicherstellen, dass eine Wohnung zum Zeitpunkt seines Angebots tatsächlich zur Verfügung steht. Sonst verliert er den Anspruch auf seine Provision, entschied das Amtsgericht München (Az. 233 C 17880/09), wie der Deutsche Anwaltverein mitteilt.

Das gilt auch dann, wenn der Vermieter die Wohnung später an den Vertragspartner des Maklers vermietet.

Im dem Fall beauftragte ein Ehepaar einen Immobilienmakler, für sie ein Ladenlokal für einen Backshop zu suchen. Der Makler hatte zu dieser Zeit einen Auftrag von einem Backshop-Betreiber, der einen Nachmieter suchte. Der Makler bot dem Ehepaar das Geschäft an. Allerdings stand das Geschäft laut Vermieterin zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht zur Verfügung.

Nach etwa einer Woche teilte die Vermieterin dem Ehepaar mit, dass das Ladenlokal nun frei sei. Das Ehepaar griff zu. Daraufhin forderte der Makler seine Provision. Das Ehepaar aber argumentierte, dass der Laden zum Vermittlungs-Zeitpunkt noch nicht zur Verfügung stand.

Die Klage des Maklers hatte keinen Erfolg. Wenn ein Makler ein Objekt vermittle, müsse er sicherstellen, das sein Auftraggeber sofort verhandeln könne. Das setze voraus, dass der Vermieter zum Abschluss eines Mietvertrages bereit sei.