Studie

Bausparkassen: Wohnimmobilien werden deutlich teurer

Angesichts niedriger Zinsen und der guten Arbeitsmarktlage ist einer Studie der Bausparkasse LBS zufolge mit steigenden Preisen für Wohnimmobilien zu rechnen.

Das Angebot werde an vielen Orten immer knapper, teilt die LBS mit. Engpässe nähmen zu, die Preise dürften 2011 um durchschnittlich drei Prozent anziehen.

Zwar würden wieder mehr neue Wohnungen und Häuser gebaut, doch das bringe keine schnelle Entlastung. Es sei erstmals seit zehn Jahren damit zu rechnen, dass in allen Teilmärkten die Nachfrage steige. Treiber seien die zunehmende Beschäftigung, höhere Einkommen und bessere Gehaltsperspektiven. "Nach längerer Zeit verhaltener Nachfrage zeigen die Signale nun klar Grün", sagt LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm.

Allerdings bleibe es bei den großen Unterschieden von Region zu Region. So seien Häuser, Wohnungen oder Baugrundstücke in Metropolen wie München oder Frankfurt/Main deutlich teurer als im Norden oder Osten Deutschlands - und die Preisschere geht derzeit noch weiter auseinander. Dagegen zahlen Familien etwa in Leipzig 150 000 Euro, in mittelgroßen Städten wie Bitterfeld-Wolfen kann man für den Preis eines Münchner oder Wiesbadener Eigenheims elf bis zwölf Einfamilienhäuser kaufen.

Bauland bleibt der Studie zufolge knapp: Trotz wieder einsetzender Neubautätigkeit rechnen die LBS-Experten nicht mit einem steigenden Angebot.