Großeinsatz

Der Fünfkampf nach dem Urlaub

Urlaub bedeutet Entspannung und Vergnügen, für den Garten dagegen Stress. Auch wenn Nachbarn oder Verwandte sich gekümmert haben, so können sie doch meist die sonst übliche intensive Pflege nicht ersetzen. Deshalb geht es jetzt an den gärtnerischen Fünfkampf: Gießen, Düngen, Durchputzen, Schneiden und Aufbinden.

Ist der Garten trocken, muss man vor dem Mähen, Putzen und Schneiden gründlich gießen. Denn nur straffe Triebe lassen sich sauber schneiden.

Gleichzeitig sollte man den Garten auf Schädlinge hin prüfen. Mit Nützlingen oder Pflanzenstärkungsmitteln lassen sie sich auf Eisenphosphat-Basis bekämpfen. Pilz-, bakterien- oder virenkranke Pflanzenteile müssen entfernt werden - in die Mülltonne, nie auf dem Kompost.

Unkraut hat sich breit gemacht. Nun geht es nicht mehr ohne sorgfältiges Jäten oder Ausgraben, denn Wurzelunkräuter wie Löwenzahn oder Distel treiben aus der Wurzel wieder aus, wenn sie nur abgerissen werden.

Samenträger in den Müll

Vorsicht ist bei Unkräutern geboten, die bereits Samen reifen ließen. Hornklee macht sich in Töpfen und Steingärten breit. Bei Berührung schleudern seine reifen Kapseln den Samen in die Gegend. Der Gärtner muss behutsam vorgehen, eventuell klappt vorsichtiges Abschneiden. Samenträger gehören in den Müll.

Durchputzen verändert die Optik des im Urlaub "verwilderten" Gartens. Verschwinden welke Blüten, Blätter und im Gewitter abgeknickte Stängel, tritt Blühendes besser in Erscheinung. Zudem sind welke Teile eine Quelle für Pilzerkrankungen.

Beim Durchputzen werden vom Hobbygärtner alle unerwünschten Fruchtansätze mit entfernt. Hand in Hand mit dem Durchputzen geht das Zurückschneiden. Bei Sommerblumen wie Gauklerblume, Duftsteinrich oder Sommernelke fördert ein kräftiger Rückschnitt den zweiten Blütensatz. Ein behutsamer Sommerschnitt erleichtert auch den Rosen das Durchblühen.

Einhalt-Gebieten ist beim Schlingknöterich angesagt. Unbeaufsichtigt hat er Terrain erobert und Nachbarpflanzen verdrängt. Auch andere kräftige Schlinger wie Wilder Wein, Rostrote Rebe und Wisterie müssen jetzt in die Schranken gewiesen werden. Der Schnitt überbordender Triebe ist bei ihnen auch im Spätsommer noch gut möglich.

Nach all dem Putzen und Schneiden wird das Aufbinden am Ende zur fast besinnlichen Tätigkeit. Die auseinandergefallenen Fetten Hennen aufrichten, den hoch aufgeschossenen Astern und den hohen "Fallschirm-Sonnenhüten" Halt geben - das alles kann im fast schon wieder perfekten Garten dann entspannt geschehen.