Ratgeber

Versicherungsschäden nach Sturm regulieren

Versicherte sollten Sturmschäden schnellstmöglich ihrem Anbieter melden. So lassen sich weitere Schäden vermeiden und die Schadensregulierung fehlerlos angehen.

"Wenn Teile des Dachs abgedeckt sind, sollte man so schnell wie möglich seiner Wohngebäudeversicherung Bescheid sagen", riet Katrin Rüter de Escobar vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (Berlin): "Der Versicherer kann etwa dabei unterstützen, dass der Schaden nicht noch größer wird - zum Beispiel durch Abschlagszahlungen oder Kontakte zu Handwerkern."

Außerdem verpflichtet der Versicherungsvertrag zu einer schnellen Meldung. Im Haus sollte schleunigst eine Liste der beschädigten Gegenstände zusammengestellt werden. Für kaputte Einrichtung kommt die Hausratversicherung auf. "Falls vorhanden, ergänzen Sie die Liste um die Einkaufsbelege", rät die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Mainz: "Oder fügen Sie aus dem Gedächtnis den Zeitpunkt der Anschaffung und den ungefähren Neupreis hinzu."

Bevor Notreparaturen angegangen werden, sollte man auch Fotos oder Filmaufnahmen machen oder zusammen mit Nachbarn als Zeugen Protokolle über die Schäden anfertigen.

Schäden am Auto reguliert die Kfz-Versicherung. Sind Dachziegel auf den Wagen gestürzt, sei das ein Fall für die Teilkasko, erklärte Rüter de Escobar.

Dass der Sturm für die Schäden verantwortlich ist, muss man meist nicht nachweisen. Wenn der Wind Ziegel gelöst hat, müssen Eigentümer nicht selbst den Beweis antreten, erläuterte die Verbraucherzentrale NRW. Es reiche aus, dass weitere benachbarte Häuser beschädigt wurden. Zerstörter Hausrat muss sich beim Sturm im Haus befunden haben, damit er ersetzt wird.