Hauseigentümer

Die drei größten Irrtümer zur Energieeinsparverordnung

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Die Energieeinsparverordnung - kurz EnEV - soll dazu beitragen, dass der Energieverbrauch von Häusern drastisch sinkt. An welche Regeln sich Eigentümer und Käufer halten müssen und welche Irrtümer es gibt, erläutert das Onlineportal Immowelt.de.

Viel Energie wird in Gebäuden fürs Heizen verbraucht. Die Bundesregierung legte deshalb mit der Energieeinsparverordnung fest, dass der Energieverbrauch von Häusern künftig sinken muss. Aber besonders die Frage, ob kostspielige Nachrüstungen nötig werden, bereitet manchem Eigentümer Sorgen. Dazu die drei wichtigsten EnEV-Irrtümer - und die Wahrheit dahinter:

Alle Hauseigentümer brauchen einen Energieausweis : Falsch, denn wer selbst in seinem Haus wohnt, kann sich die Kosten für den Ausweis sparen. Erst wenn das Haus vermietet oder verkauft werden soll, muss das Dokument angefertigt werden. Ausgenommen bleiben auch denkmalgeschützte Wohnhäuser.

Alle Nachtspeicherheizungen müssen raus : Nur in Mehrfamilienhäusern mit sechs oder mehr Wohnungen müssen Nachtspeicheröfen gegen ein effizienteres Heizsystem ausgetauscht werden. Dabei gelten großzügige Übergangsfristen: Erst bis 31. Dezember 2019 müssen Uralt-Nachtspeicheröfen, die vor Januar 1990 eingebaut wurden, ausgetauscht werden. Für neuere Geräte gilt eine Galgenfrist von 30 Jahren ab dem Einbau-Zeitpunkt. Eigenheim-Besitzer müssen gar nicht handeln und können alte Geräte weiter betreiben. Ob das angesichts hoher Strompreise und schlechter Effizienz der Öfen lohnt, ist eine andere Frage.

Energetisch schlechte Häuser müssen nachgerüstet werden : Für private Hausbesitzer gelten - bisher - nur sehr eingeschränkte Nachrüstpflichten: Weder eine nachträgliche Fassaden- und Dachdämmung noch der Einbau neuer Fenster sind vorgeschrieben. Nur wenn ein Bauteil ohnehin saniert wird, muss dies in manchen Fällen nach den Vorgaben der aktuell gültigen EnEV 2009 geschehen, sagt Immowelt.de. Wird die Fassade komplett saniert, muss sie danach die heutigen EnEV-Anforderungen erfüllen.

Wer die Fassade nur neu streicht und kleine Schäden beseitigt, die bis zu zehn Prozent der Außenfläche ausmachen, muss EnEV-Vorgaben nicht einhalten. Auch wer nur ein neues Fenster einbaut, muss sich nicht an die EnEV halten, sofern dabei nur bis zu zehn Prozent der Gesamtfensterfläche erneuert werden. Das neue Fenster muss aber Wärmeschutz-Mindestanforderungen erfüllen und darf nicht schlechter sein als das alte.