Finanzierung

Was ist ein "Volltilger"-Darlehen?

Einerseits herrschen immer noch gute Bedingungen für Bauherren und Immobilienkäufer, preiswerte Zinsen machen die Finanzierung günstig.

Sollten sich Häuslebauer aber heute für eine zehnjährige Zinsfestschreibung entscheiden und die Konditionen wieder deutlich ansteigen, drohen 2021 bei der Anschlussfinanzierung deutlich höhere Monatsraten. Ausschalten kann dieses Risiko, wer per "Volltilger-Darlehen" die Restschuld am Laufzeitende auf null fährt.

Bauherren können sich solch ein Darlehen bei fast jedem Kreditinstitut "stricken" lassen. Dafür muss beim Hypothekendarlehen nur ein höherer Tilgungssatz und eine längere Zinsbindung gewählt werden, um innerhalb eines Festlegungszeitraums den Kredit komplett abzutragen.

Dieser Weg wird dabei durch das Bauzins-Tief erleichtert. Denn dieses lässt die zur kompletten Tilgung notwendige Monatsrate deutlich sinken: Wer ein 150 000-Euro-Darlehen benötigt und es binnen 15 Jahren vollständig zurückzahlen will braucht bei einem Zins von 3,66 Prozent effektiv und einer Anfangstilgung von 5,04 Prozent eine monatliche Rate von 1079,71 Euro.

Ganz anders sah die Rechnung noch vor drei Jahren aus. Damals lag der Zins um rund zwei Prozentpunkte höher. Hätte der Kunde damals ein Volltilger-Darlehen in gleicher Höhe bei 5,64 Prozent Effektivzinsen abgeschlossen, wären dafür monatlich 1225,63 Euro fällig gewesen.