Energieverbrauch

Viele ärgern sich: Beim Hausbau auf Rollläden lieber verzichtet

Mancher Bauherr, der aus Spargründen beim Bau auf Rollladen verzichtet hat, ärgert sich später über diese Entscheidung. Denn Rollladen schützen die Wohnung im Sommer vor zu viel Sonne und im Winter vor der Auskühlung, wie Henning Disch von der Deutschen Energie-Agentur (Dena) erläutert. So lasse sich der Energieverbrauch senken.

Vor allen bei Neubauten werden Einbaurollläden ausgewählt, erläutert Gerhard Rommel (Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz). Der Rollladen werde beim Hausbau entweder in einen oberhalb der Rohbauöffnung eingebauten Fertigkasten, ein entsprechendes Fassadenbauteil oder in eine dafür vorgesehene Aussparung montiert. Geöffnet verschwinde der Rollladen im Mauerwerk und sei so gegen Witterungseinflüsse geschützt.

Ein Nachrüsten bestehender Häuser mit Einbaukästen ist aus statischen Gründen meist nicht möglich. Bei Fenstersanierungen bietet sich also die Montage von Aufsatzrollläden an. Dabei wird der Rollladenkasten direkt mit der oberen Leiste des Fensterrahmens fest verbunden, so der Verband der Fenster- und Fassadenhersteller in Frankfurt. "Ein Nachteil ist allerdings, dass durch den Kasten die Fensteröffnung kleiner werde", erklärt Rommel. Weniger Licht gelangt ins Haus.

Rollläden nachzurüsten, ist teuer. "Ob sich der nachträgliche Einbau wegen energetischer Einsparungen rechnet, hängt vom Einzelfall ab", sagt Disch. Kriterien seien etwa Fenstergröße, Himmelsrichtung oder die Glasqualität. "Bei modernen Fenstern mit Verglasungen für Passivhäuser oder heute üblichen Standardverglasungen ist der Wärmeschutz so gut, dass bei Fenstersanierungen auf Rollläden verzichtet werden kann", sagt der Fachbuchautor Thomas Drexel. Für den Sichtschutz empfiehlt er Jalousien oder Fensterläden.