Wohneigentum

Immobilienkauf wegen niedriger Zinsen und moderater Preise günstig

Für Bauherren und Wohnungskäufer ist derzeit dank niedriger Zinsen und moderater Immobilienpreise ein günstiger Zeitpunkt zu investieren. Häuser und Wohnungen gibt es heute zu ähnlichen Preisen wie Mitte der 1990er-Jahre, wie die Stiftung Warentest in der Zeitschrift "Finanztest" berichtet.

Wie viel Geld eine Immobilie kostet, ist regional höchst unterschiedlich. Eine 80-Quadratmeter-Wohnung mittlerer Lage und Ausstattung gibt es in Magdeburg bereits für 100 000 Euro. In München dagegen kostet eine vergleichbare Wohnung rund 270 000 Euro. Berlin liegt mit dem Durchschnittspreis in der Mitte - allerdings gibt es auch hier große Unterschiede, beispielsweise zwischen Wohneigentum im Plattenbau und einer Luxus-Dachetage in Mitte.

Ausgestattet mit 50 000 Euro Eigenkapital müssten Käufer in München für die Finanzierung mehr als 1300 Euro im Monat zahlen, in Magdeburg hingegen nur 340 Euro, errechnete Finanztest.

Immobilienbesitzer profitieren vor allem von niedrigen Zinsen. Nach einem Anstieg zu Jahresbeginn haben die Banken ihre Immobiliendarlehens-Zinssätze seit April um einen halben Prozentpunkt gesenkt. Selbst Kredite mit 20 Jahren Zinsbindung bieten einige Banken demnach für weniger als 4,5 Prozent Zinsen im Jahr an. Bei solchen Konditionen könne ein Kredit von 100 000 Euro mit einer Monatsrate von nicht einmal 500 Euro solide finanziert werden. Dies macht die eigene Immobilie laut Stiftung Warentest auch für Durchschnittsverdiener erschwinglich. Käufer sollten sich durch einen langfristig festgelegten Zins und eine jährliche Tilgungsquote von wenigstens zwei Prozent vor künftigen Zinssteigerungen absichern.