TÜV

Wartung der Ölheizung nicht aufschieben

Noch ist es warm, aber Herbst und Winter kommen schneller als man denkt - vor allem für jene, die die Wartung ihrer Ölheizung immer wieder aufschieben.

"Wer warm, ökologisch verträglich und sicher durch den Winter kommen möchte, sollte sich jetzt um die Prüfungen an Tank und Leitungen sowie die sicherheitstechnische Ausrüstung seiner Anlage kümmern", rät Martin Meier, Experte für Anlagensicherheit beim TÜV Rheinland. Denn verliert ein altes System wegen schadhafter Leitungen Öl, muss der Besitzer mit erheblichen ökologischen und rechtlichen Konsequenzen rechnen. "Ein Liter Heizöl kann bis zu 100 Millionen Liter Grundwasser verunreinigen - neben Sanierungskosten droht ein Bußgeld in vier- bis fünfstelliger Höhe."

Es lohnt sich also nicht, die Wartung einer Ölheizanlage unnötig zu verschleppen. "Verbraucher sollten die Herstellerangaben für Wartungsintervalle beachten und regelmäßig einen Fachbetrieb beauftragen. Das kostet nur den Bruchteil einer möglichen Sanierung", empfiehlt Meier. In vielen Bundesländern unterliegen Tankanlagen ab 1000 Litern Fassungsvermögen übrigens einer erstmaligen Prüfpflicht durch eine Sachverständigenorganisation. Die Anlagen müssen mindestens von einem überwachten Fachbetrieb installiert sein, der den ordnungsgemäßen Zustand in einer amtlichen Bescheinigung bestätigt hat.

Gerade Altanlagen sollten alle fünf Jahre durch einen sachverständigen Ingenieur geprüft werden. Erste Anzeichen wie Risse, Beulen oder Roststellen könnten leicht zu größeren Schäden führen können, wenn sie nicht umgehend behoben würden.