Umfrage

Männer sind beim Immobilienkauf emotionsloser als Frauen

Das Klischee, dass Männer emotionsloser sind als Frauen, scheint beim Immobilienkauf zuzutreffen: Denn während fast jeder zehnte Mann persönliche Gefühle beim Immobilienerwerb völlig ausblendet, spielen Emotionen nur bei fünf Prozent der Frauen keine Rolle. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Baugeldvermittlers Interhyp und des Onlineportals Immobilienscout24.

Zwar eint die Geschlechter das Bestreben, ein langfristiges Zuhause für die Familie zu schaffen, doch beim Immobilienkauf gibt es bei Mann und Frau deutlich unterschiedliche Motivlagen. So will jeder dritte männliche Käufer mit einem Eigenheimerwerb einen Wert aufbauen, den er später vererben kann. Ein ähnliches Ansinnen haben nur 26 Prozent der Frauen. Dafür liegt der Damenwelt ein anderes Thema am Herzen: Rund jede fünfte Käuferin erhofft sich durch einen Immobilienkauf ein problemloses Halten ihres Haustieres. Unter Männern ist dieser Aspekt nur jedem zehnten Käufer wichtig.

Geht es um die Immobilienausstattung, bestehen 27 Prozent der Käuferinnen auf einen Balkon. Dieser Frischluftzugang ist lediglich jedem fünften Mann wichtig (19 Prozent). Dafür legen Herren Wert auf einen eigenen Kfz-Stellplatz (28 Prozent) und hohe Zimmerdecken (17 Prozent): Bei Frauen spielen diese Eigenschaften eine weniger wichtige Rolle (22 bzw. zwölf Prozent).

Uneinigkeit herrscht auch bei der Frage, was in der Umgebung vorhanden sein muss: Während knapp einem Drittel der Frauen die Nähe von Familie und Freunden besonders wichtig ist, wünscht sich dies nur jeder vierte Mann. "Damit sich alle im neuen Eigenheim wohlfühlen, sollten Paare vor Beginn der Immobiliensuche klären, wo die jeweiligen Prioritäten liegen", rät Marc Stilke von Immobilienscout24