Steuern

Aufwand für Landkauf keine Werbungskosten

Scheitert der Kauf eines Grundstücks, kann dabei der finanzielle Aufwand für den Käufer nicht steuerentlastend wirken.

Die Absicht des Käufers, das Grundstück zu vermieten, wenn der Kauf geklappt hätte, ändert daran nach Angaben der Wüstenrot Bausparkasse nichts.

Laut Bundesfinanzhof-Fall (Az. IX R37/09) war über das Vermögen eines Verkäufers das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Einen bereits vertraglich vereinbarten Grundstücksverkauf lehnte der Insolvenzverwalter ab. Der Verkauf konnte daher nicht ins Grundbuch eingetragen werden, und der Käufer machte ihm entstandene Kosten etwa für den Notar als Werbungskosten bei "Vermietung und Verpachtung" geltend, da er das Land vermieten wollte.

Laut BFH können Werbungskosten zwar abgesetzt werden, auch bevor Vermietungs-Einnahmen entstehen. Hier aber fehle dieser Zusammenhang. Die Anschaffungskosten wären daher nur über die Abschreibung ("Absetzung für Abnutzung") absetzbar - doch Grund und Boden unterliege keiner Abnutzung.