Ratgeber

Mietbewerber muss Frage nach Familienstand nicht beantworten

Ein Wohnungsbewerber muss dem Vermieter nicht alles erzählen. Fordert der Vermieter im Fragebogen etwa Antworten zu Familienstand, Kinderwunsch oder Gesundheitszustand, müsse ein potenzieller Mieter nicht wahrheitsgemäß antworten, sagt Ulrich Ropertz (Deutscher Mieterbund).

Auch zu Fragen nach Haustieren, Sportarten, Musikinstrumenten oder zum Rauchen müsse sich niemand äußern. Die einzigen ehrlich zu beantwortenden Fragen seien die nach der Anzahl der Bewohner und der Zahlungskraft des Hauptmieters.

Es gebe durchaus Dinge, die der Vermieter im Vertrag verbieten darf: Dazu gehört etwa die Hundehaltung. Nach einem Haustier fragen dürfe er vor der Vertragsunterzeichnung allerdings nicht. Schließlich könne der Mieter sein Haustier ja immer noch weggeben, wenn er die Wohnung bekommt.

"Fragen darf der Vermieter grundsätzlich alles, aber der potenzielle Mieter muss eben nicht auf alles antworten", sagt Ropertz. Zu detaillierte Fragen etwa könnten die Privatsphäre verletzen. Allerdings weist der Experte darauf hin, dass der Mieter seine Chancen auf die Wohnung durch konsequentes Schweigen wohl auch nicht unbedingt erhöht.