Wirtschaft

Lebhafter Handel mit Grundstücken im Land Brandenburg

Der Umsatz mit Immobilien im Land Brandenburg ist im vergangenen Jahr kräftig gestiegen. Nach den Flautejahren 2008 und 2009 ist nun ein Anstieg um 26 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro gemeldet worden.

Grund für den Umsatzsprung seien vor allem Verkäufe hochpreisiger Immobilien im Berliner Umland und der Landeshauptstadt Potsdam, zitiert das Innenministerium in Potsdam aus dem Grundstücksmarktbericht des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte. Im vergangenen Jahr seien mehr als 36 100 Kaufverträge geschlossen worden, davon 7200 für Wohnbauland.

Bei den Preisen für freistehende Einfamilienhäuser habe es aber deutliche regionale Unterschiede gegeben. Während im Landkreis Elbe-Elster im Schnitt 58 500 Euro gezahlt worden seien, habe man in Potsdam 355 300 Euro auf den Tisch legen müssen. "Reihenhäuser und Doppelhaushälften wechselten zu Durchschnittspreisen zwischen 43 400 Euro und 221 900 Euro den Besitzer."

Nach 1990 gebaute Einfamilienhäuser mit einer Wohnfläche von 131 Quadratmeter hätten im landesweiten Durchschnitt200 000 Euro gekostet. Weit weg von Berlin seien allerdings rund 142 000 Euro für 127 Quadratmeter gefordert worden, im Berliner Umland seien es dagegen 232 000 gewesen.

In Potsdam hätten 339 000 Euro bezahlt werden müssen, allerdings für 143 Quadratmeter im Durchschnitt. Potsdam ist neben Dresden, Jena oder Rostock eine der wenigen größeren ostdeutschen Städte in denen die Preise eine besondere Dynamik entwickelt haben.

Für baureifes Land wurden im Landesdurchschnitt 67 Euro je Quadratmeter (2009: 65 Euro) gefordert. Im Berliner Umland hatte der Preis auf 87 Euro (2009: 85) angezogen, was aber im Bundesvergleich für Metropolregionen immer noch sehr günstig ist. In entlegenen Regionen waren es im Durchschnitt 31 Euro je Quadratmeter gewesen, nach 33 Euro im Jahr zuvor.

( dpa/n.s. )