Recht

Mieter dürfen im Garten tun, was sie wollen

Ist der Garten mitvermietet, dann dürfen Mieter ihn auch so nutzen, wie sie wollen - und nicht, wie es der Vermieter haben will.

Sie können dann nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (Berlin) etwa ein Gemüsebeet anlegen, ein Planschbecken, Ein Outdoor-Trampolin oder einige Hundehütten dort aufstellen und Blumen oder Sträucher pflanzen. Oder all das auch unterlassen.

Zumindest bei Einfamilienhäusern - egal ob freistehend, eine Doppelhaushälfte oder die Gartenscheibe am Ende eines Reihenhauses - gilt der Garten immer als mitvermietet. Es sei denn, im Mietvertrag wäre ganz ausdrücklich etwas anderes vereinbart worden.

Anders sieht es bei Mehrfamilienhäusern aus: Hier ist der Garten nur dann mitvermietet, wenn das im Mietvertrag ausdrücklich so vereinbart ist; oft ist er ja auch gar nicht allen zugänglich.

Muss der mitvermietete Garten laut Mietvertrag vom Mieter auch gepflegt werden, so heißt das vor allem: Rasen mähen, Unkraut jäten und Beete umgraben. Mehr Rechte aber kann der Vermieter aus dieser Formulierung nicht herleiten.

An Sonn- und Feiertagen sowie werktags zwischen 20 und 7 Uhr dürfen in Wohngebieten Rasenmäher, Motorkettensägen, Heckenscheren und Vertikutierer nicht eingesetzt werden. Geräte wie Laubsammler, Laubbläser, Rasentrimmer oder Graskantenschneider dürfen außerdem werktags oft nur zwischen 9 und 17 Uhr benutzt werden.