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Sechs Tipps zur Eigentumsübertragung

Spielregeln Obwohl es beim Immobilienkauf um eine existenzielle Angelegenheit geht, kennen sich nur wenige Bauherren mit den Besonderheiten des Immobilienerwerbs aus. Aber es gibt für diese Eigentumsübertragung spezielle Spielregeln, die Käufer und Verkäufer gleichermaßen schützen sollen.

Vertrag Ohne Notarvertrag kann keine Immobilie oder Grundstück den Eigentümer wechseln. Nach der Einigung auf den Preis müssen Käufer und Verkäufer zum Notar.

Notar Der Notar kann frei gewählt werden. Er muss neutral sein - mit einem Entwurf für den Kaufvertrag, der den Interessen beider Parteien gerecht wird. Der Entwurf sollte beiden Seiten 14 Tage vor dem Unterschriftstermin vorliegen, damit man ihn in Ruhe prüfen und Rückfragen klären kann. Die Kosten für den Notar übernimmt üblicherweise der Käufer.

Vorlesen Während des Beurkundungstermins muss der Notar den Kaufvertrag Wort für Wort vorlesen. Käufer und Verkäufer können Fragen stellen. Es zählt nur, was am Ende im Vertrag steht.

Grundbuch Der Eigentumsübergang erfolgt nicht per notarieller Beurkundung, sondern wenn der Käufer im Grundbuch eingetragen ist. Dies kann Wochen dauern. Bis dahin wird der Anspruch des Käufers durch Eintragung einer "Auflassungsvormerkung" im Grundbuch gesichert.

Kaufpreis Die Eigentumsumschreibung im Grundbuch wird vom Notar erst veranlasst, wenn der Kaufpreis überwiesen ist und das Finanzamt bestätigt, dass der Käufer Grunderwerbsteuer gezahlt hat.

Nutzen & Lasten Ab wann der Besitz an der Immobilie sowie die damit verbundenen Nutzen und Lasten auf den Käufer übergehen ("wirtschaftlicher Übergang"), wird im Notarvertrag festgelegt. Ab diesem Zeitpunkt trägt der Erwerber alle Kosten und haftet auch für das Objekt. Endgültig Eigentümer wird er aber erst, wenn sein Name im Grundbuch steht.