Steuern

Vorsicht bei zu geringer Miete

Zwischen Angehörigen oder Gesellschaftern etwa eines Immobilienunternehmens werden Wohnungen manchmal etwas billiger vermietet. Dies ist grundsätzlich auch kein Problem, erklärt der Bund der Steuerzahler (Berlin).

Allerdings: Die vereinbarte Miete sollte dann wenigstens 75 Prozent der ortsüblichen Miete betragen. Denn nur in diesem Fall können auch die mit der Vermietung zusammenhängenden Werbungskosten 100-prozentig in der Einkommensteuererklärung angesetzt werden - und nur dann werden sie auch vom Finanzamt anerkannt.

Wird die 75-Prozent-Grenze unterschritten, aber wenigstens 56 Prozent der ortsüblichen Miete gezahlt, können sich Steuerzahler den vollen Werbungskostenabzug noch sichern, wenn sie anhand einer Prognose belegen können, dass sie langfristig trotzdem Gewinne machen.