Umfrage

Jeder zehnte Mann bleibt lebenslänglich im "Hotel Mama"

Ob aus privaten oder beruflichen Gründen, die Deutschen ziehen im Durchschnitt 3,4 mal im Leben um. Allerdings hat jeder elfte Bundesbürger noch nie in seinem Leben den Wohnsitz gewechselt, ergab eine repräsentative Umfrage von TNS Emnid im Auftrag des Wohnungsunternehmens Deutschen Annington unter 1000 Mietern in Deutschland.

Im Vergleich der Geschlechter liegen die Frauen vorne: Mit 3,6 Umzügen wechseln sie den Wohnsitz häufiger als Männer (3,3 Umzüge). Diese Statistik erklärt sich an den "Muttersöhnchen": Jeder zehnte Mann bleibt seinem Elternhaus ein Leben lang treu.

Die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen steht mit 4,5 Umzügen an der Spitze der Mobilität. In dieser Lebensphase werden oft die wichtigsten privaten und beruflichen Entscheidungen getroffen, die einen Ortswechsel zur Folge haben. Ab 40 Jahren werden Mieter wieder sesshafter. Die Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen zieht im Durchschnitt 3,4 mal um, die 50- bis 59-Jährigen 3,2 mal. Einen leichten Anstieg gibt es erst wieder ab 60: Wer heute über 60 ist, der hat 3,5 Umzüge hinter sich.

Single-Haushalte sind am flexibelsten: Wer alleine lebt, zieht etwas häufiger als viermal im Leben von A nach B, Haushalte mit drei Personen durchschnittlich nur 2,9 mal. Die Höhe des Haushaltseinkommens hat kaum Einfluss auf die Mobilität. Wer monatlich weniger als 1000 Euro verdient, wechselt den Wohnsitz genauso oft wie Personen mit einem Einkommen über 2500 Euro. Auffallend oft packen Befragte mit Abitur und höherem Abschluss ihre Kisten und Koffer, viermal im Durchschnitt.

Im Bundesländervergleich ziehen Westdeutsche häufiger um als Ostdeutsche (3,5 versus 2,9 Umzüge). Dabei liegen Mieter aus Hamburg mit 4,7 Umzügen vorne, dicht gefolgt von den Berlinern, die 4,6 Wohnsitzwechsel melden. Den dritten Platz teilen sich Personen aus Sachsen-Anhalt und dem Saarland mit 4,3 Umzügen.