Ratgeber Recht

Vermieter darf Kaution nicht als Bar-Zahlung verlangen

Bei der Mietkaution handelt es sich oft um mehrere Tausend Euro, die vom neuen Mieter als Sicherheit hinterlegt werden müssen. Da versteht es sich von selbst, dass es auch immer wieder Streit um den korrekten Umgang mit der Kaution gibt.

So forderte etwa ein Eigentümer in Nordrhein-Westfalen, dass der Mieter den fälligen Betrag von 2000 Euro bar zahlen solle. Das irritierte den Neumieter, der das verweigerte. Daraufhin sprach der Eigentümer die Kündigung aus - unter anderem wegen der vermeintlich nicht übergebenen Kaution.

Es kam nach Auskunft der Landesbausparkassen zu einem Prozess bis zur letzten Instanz vor dem Bundesgerichtshof (Az. VIII ZR 98/10). Dort wurde klargestellt, dass der Mieter immer ein "insolvenzfestes" Konto - also getrennt vom sonstigen Vermögen des Eigentümers - fordern darf, auf das er dann den Betrag überweisen kann. Wird ein solches Konto nicht benannt, so kann dem Mieter nicht mit der Begründung gekündigt werden, er habe die Kautions-Zahlung verweigert.