Urlaubszeit

Einbruch-Schutz: Anwesenheit vortäuschen oder Wache engagieren

Alle drei Minuten machen sich in Deutschland Einbrecher ans Werk - in der Urlaubszeit haben Diebe Hochkonjunktur. Da sie meist leerstehende Objekte ausspähen, raten Sicherheitsexperten zu Vorsichtsmaßnahmen.

Überquellende Briefkästen und ein ungemähter Rasen signalisieren, dass niemand da ist. Einbrecher lassen sich verunsichern, indem Rollläden bewegt werden oder Licht oft an- und ausgeht. Praktisch sind Rollläden mit elektrischem Antrieb und Zeitschaltuhren.

Nachbarn oder Freunde sollten wissen, wann die Urlauber zurückkommen und wie sie im Notfall erreichbar sind. Die Polizei: Eine aufmerksame Nachbarschaft hilft entscheidend, Einbrechern die Tour zu vermasseln.

Eine Möglichkeit sind professionelle Haushüter, die sich fast rund um die Uhr dort aufhalten. Sie leeren Briefkästen, pflegen Haustier und Garten, gießen Blumen und nehmen Telefonanrufe entgegen. Billig ist der Service allerdings nicht: ab 50 Euro pro Tag plus Sondergebühren für Tierbetreuung. Diese Lohnkosten sind als "haushaltsnahe Dienstleistung" steuerlich begünstigt: 20 Prozent sind absetzbar.

Um zu kontrollieren, ob Bewohner zu Hause sind, starten Einbrecher gerne Kontrollanrufe. Verräterische Texte wie "Wir sind für zwei Wochen verreist" sollten vermieden werden. Ist der Anrufbeantworter abgeschaltet, kann sich kein Dieb sicher sein.

Statistiken belegen, dass Einbrecher große Hürden meiden. Sind sie nicht binnen fünf Minuten in der Wohnung, wird die Entdeckungsgefahr zu groß und sie verschwinden. Die häufigsten Schwachstellen sind Türen und Fenster. Empfehlenswert sind massive Türblätter, Türschlösser mit Schutzbelag sowie im Mauerwerk verankerte Schließbleche. Alarmanlagen verhindern zwei von drei Einbrüchen.