Studie

Jeder vierte Deutsche schließt ab, auch wenn er zu Hause ist

Jede vierte Wohnungstür ist vorsichtshalber auch dann abgeschlossen, wenn die Bewohner zu Hause sind: Vor allem in Metropolen gehen die Deutschen auf Nummer sicher und sperren häufiger zu als in kleineren Städten und auf dem Lande.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie des Onlineportals Immowelt.de, 1014 Personen wurden dabei vom Marktforschungsinstitut Innofact befragt.

In den deutschen Millionenstädten ist die Angst vor ungebetenen Besuchern am größten: Hier drehen sogar 36 Prozent der Befragten den Schlüssel im Schloss herum, selbst wenn sie sich im Haus befinden. Wobei in der Fragestellung nicht differenziert wurde, ob der Befragte immer abschließt, wenn er zu Hause ist oder ob er seine Wohnungstür vielleicht erst dann verriegelt, wenn er spätabends ins Bett geht.

Nicht ängstlich, aber auf Sicherheit bedacht, sind laut Immowelt 55 Prozent aller Deutschen. Sie sperren routinemäßig ab, wenn sie ihre Wohnung oder das Haus verlassen. Am Rande: Diese doch relativ geringe Zahl lässt aufhorchen. Denn im Einbruchsfall und bei dem dann folgenden Diebstahlsschaden würde die übrigen 45 Prozent von ihrer Hausratversicherung keinen Cent Schadensausgleich erwarten können - "nicht abgeschlossen" gilt fast wie "offen". Weitere 13 Prozent verriegeln immer, wenn sie länger unterwegs sind.

Nur sieben Prozent der Befragten schließen ihre Tür grundsätzlich nicht ab. Besonders sorglos zeigen sich dabei jüngere Befragten in der Altersgruppe zwischen 18 und 29 Jahren: 13 Prozent von ihnen ziehen die Tür nur ins Schloss, wenn sie weggehen.

Die Älteren zeigen sich hingegen umso vorsichtiger: Von den über 60-Jährigen schließen 67 Prozent gewohnheitsmäßig die Tür beim Verlassen der Wohnung oder des Hauses ab.