Energie

Gut geplante Wärmepumpen sind effizient

Wärmepumpen-Anlagen, die gut geplant, für den Einsatzzweck auch entsprechend dimensioniert und die am Ende auch einwandfrei installiert worden sind, liefern gute Effizienzwerte.

Dies ist das Fazit einer Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE), bei dem in den Jahren 2006 bis 2010 in ganz Deutschland insgesamt 110 Wärmepumpenanlagen in Neubauten messtechnisch überwacht und intensiv geprüft wurden, berichtet der deutsche Anlagen-Hersteller Stiebel Eltron.

Die beste Erdreich-Wärmepumpenanlage erreichte eine besonders gute Arbeitszahl von 5,6. Das bedeutet, dass mit einer eingesetzten Kilowattstunde Strom insgesamt 5,6 Kilowattstunden Heizenergie bereitgestellt werden konnten, also die 4,6-fache Menge Energie aus der Umwelt gewonnen wurde. Bei den Luft-Wärmepumpen lag das beste Gerät mit einer Arbeitszahl von 3,4 ganz vorne. Und die beste Grundwasser-Wärmepumpenanlage konnte mit einer Arbeitszahl von 4,3 trumpfen.

Die mittlere Arbeitszahl aller Sole-Wasser-Anlagen über den gesamten Messzeitraum zeigte einen Wert von 3,88 und für Luft-Wasser-Wärmepumpen von 2,89. "Das sind für Anlagen aus diesem Herstellungszeitraum durchaus annehmbare Ergebnisse", kommentierte etwas zurückhaltend Stiebel-Eltron-Geschäftsführer Karlheinz Reitze, der gleichzeitig auf die deutlich verbesserten Zahlen im zweiten Zeitabschnitt des Tests verweist: Im Herbst 2008 seien neue Wärmepumpen hinzugekommen, bei deren Installation bereits Erkenntnisse aus diesem noch laufenden Test eingeflossen seien. So sei der Einbau der Anlagen optimiert werden, und auch die Geräte selbst sind effizienter geworden." Für den zweiten Teil des Tests liegen die durchschnittlichen Arbeitszahlen der Sole-Wasser-Geräte bei 4,09, der Luft-Wasser-Anlagen bei 2,98.

Dazu muss man wissen, dass Wärmepumpen nach Ansicht von Energieexperten und Verbraucherschützern ab einer Jahresarbeitszahl von 3,0 als effizient gelten, Werte unter 3,0 dagegen als unwirtschaftlich.