Gesundheit

Schimmelpilz kann allergisches Asthma auslösen

Schimmel in der Wohnung kann für Allergiker schwere Auswirkungen haben. Im schlimmsten Fall bekommen Betroffene durch Schimmelpilze sogar allergisches Asthma, sagt Anja Schwalfenberg vom Deutschen Allergie- und Asthmabund (Mönchengladbach).

Oft ähnelten die Symptome einer Schimmelpilz-Allergie denen anderer Allergien wie Heuschnupfen. Dazu gehören Schnupfen, verstopfte Nase, Husten oder tränende Augen.

Wer diese ersten Anzeichen bei sich entdeckt, sollte zunächst auf Spurensuche gehen. Nehmen die Beschwerden in der Wohnung zu oder im Freien? "Vielleicht hat der Betroffene nur Beschwerden im Innenraum. Dann muss er sich überlegen, ob eventuell Hausstaubmilben, das Haustier, Inhaltstoffe aus Baumaterialien, neue Möbel oder auch Schimmelpilze als Auslöser infrage kommen", rät die Expertin. Bei einem Verdacht sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen, der eine Allergiediagnostik startet. Sollte tatsächlich eine Schimmelpilz-Allergie der Grund für die Beschwerden sein, muss schnell die Ursache des Befalls gefunden und beseitigt werden.

"Allergiker sowie Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem sollten keine Sanierungsarbeiten selbst durchführen oder dabei anwesend sein", sagt Schwalfenberg. Bei größeren versteckten Schimmelpilzbefällen sollte die Suche nach der Ursache sowie die Sanierung in fachkundige Hände übergeben werden.

Nicht jeder Mensch muss auf Schimmelpilze allergisch reagieren. Hohe Schimmelpilz-Konzentrationen können aber auch bei Gesunden die Atemwege reizen. Im Allgemeinen stelle Schimmel aber kein ernsthaftes Gesundheitsrisiko dar. "In seltenen Fällen kann es bei stark immungeschwächten Menschen zu Schimmelpilzinfektionen kommen", erläutert Schwalfenbach.