Gesundheit

Gut gestützt findet man besser in den Schlaf

Ein Drittel des Tages verbringen die Menschen im Bett. Für einen erholsamen Schlaf sind dabei gute Matratzen wichtig. "Wer beim Kauf auf die LGA-Prüfzeichen wie ,Schadstoffgeprüft' und ,Ergonomischer Liegekomfort' achtet, ist auf der sicheren Seite", rät Martin Globisch, Materialexperte beim Tüv Rheinland.

Um dieses Qualitätssiegel zu erhalten, müssen die Matratzen - egal ob Federkern oder Schaumstoff - einen Dauerhaltbarkeitstest mit 150 Kilogramm schweren Rollen überstehen. Schließlich soll die durchschnittliche Lebensdauer geprüfter Matratzen sieben bis zehn Jahre betragen.

Hohe Preise für Matratzen garantieren nicht automatisch gute Qualität, so die Stiftung Warentest, die alle Jahre wieder die Liegeflächen untersucht. Schaumstoffmatratzen eigneten sich vor allem für schnell frierende Menschen, weil sie eine höhere Wärmeisolation bieten. Eine Viskoseschaumauflage verspreche eine gute Druckentlastung und bessere Anpassung an den Körper.

Probeliegen vor dem Matratzenkauf sei immer eine wichtige Entscheidungsgrundlage, raten die Tester. Nur so könnten die richtige Größe und der passende Härtegrad ermittelt werden. Wer die richtige Matratze gefunden hat, brauche dann auch keine besonders gefederte Unterlage. Ein einfacher Rollrost tue es auch.

Grundsätzlich empfiehlt Globisch, Matratzen regelmäßig, am besten zweimal pro Jahr zu lüften und zu wenden. Liegt die Matratze sogar direkt auf dem Boden, ist so eine "Frischluftkur" schon nach etwa zwei Wochen ratsam.

Beim Schadstoff-Label untersucht der Tüv auch die Freisetzung von flüchtigen organischen Verbindungen, etwa Formaldehyd. Dass neu gekaufte Matratzen anfangs oft einen süßlich-muffeligen Geruch ausströmen, rührt nach Angaben der Warentester rührt er von diesen flüchtigen organischen Verbindungen her, die aber durch häufiges Lüften des Schlafzimmers bald verfliegen. Sollte der Geruch allerdings nach vier bis sechs Wochen immer noch aufdringlich sein, sollte die Ware beim Verkäufer reklamiert werden.