Sicherheit

Gute Technik und Vorsorge gegen Langfinger

Urlaubszeit ist Einbruchszeit. Schon manch ein Hausbesitzer hat bereits bei der Rückkehr aus den schönen Ferien eine ziemlich böse Überraschung erlebt. Die eigenen vier Wände waren nicht sicher, Wertsachen - die sollten generell bei längerer Abwesenheit in einem Bank-Schließfach aufbewahrt werden - und Erinnerungsstücke wurden gestohlen, die Wohnung verwüstet.

Aus den schönsten Wochen des Jahres wurde so im Nachhinein ein einziger Albtraum.

Verbrecher nutzen besonders die Feriensaison in den Sommermonaten, um gezielt ganze Viertel zu beobachten und Objekte auszuspähen, wo sich die Bewohner für längere Zeit nicht zu Hause befinden. Da reicht es als Schutz längst nicht aus, wenn der hilfsbereite Nachbar regelmäßig die Post aus dem Briefkasten holt und per Zeitschaltuhr abends das Licht an und morgens die Rollläden hoch gehen. Schon der exakt identische Zeitpunkt verrät erfahrenen Einbrechern, was hier los ist. Um sicherzugehen, reichen ihnen dann häufig ein Anruf und die entsprechende Ansage auf dem Anrufbeantworter. Im Zweifelsfall klingeln sie auch unter einem Vorwand an der Tür, um die Gegebenheiten einzuschätzen.

Hier liegt schon eine Chance für den Eigenheimbesitzer. Denn erkennt der Kriminelle bei der Beobachtung des Objektes hohe Sicherheitsvorkehrungen, kommt es häufig gar nicht zum Einbruch, Aufwand und Risiko sind dem Täter dann meist zu hoch, er ist ja auf der Suche nach Schwachstellen, nach einem ungesicherten Kellerfenster oder einer schwachen Terrassentür. Dort liegt seine Chance.

Jeder Bauherr sollte daher schon bei der Eigenheimplanung einen sehr hohen Sicherheitsstandard festlegen und sich bereits in dieser Phase von den Experten der Polizei umfangreich beraten lassen. In Berlin sind das die Mitarbeiter der Zentralstelle für Prävention, LKA Präv 3 (Technische Prävention) beim Landeskriminalamt, die zu allen Fragen rund um die Sicherung des Eigentums, insbesondere zum Schutz vor Einbruch beraten - dazu zählt auch die Information zu Überfall- und Einbruchmeldeanlagen mit Anschluss an die Polizei (ÜEA).

In der Bauplanungsphase sollten Häuslebauer daher bereits einen individuellen Beratungstermin unter der eigens eingerichteten Servicenummer (Tel.: 030 / 46 64-97 99 99) vereinbaren. Eine persönliche Beratung wird auch in der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle (Platz der Luftbrücke 5, Mo 10 bis 18.30, Di bis Do 8 bis 15 Uhr) angeboten.