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So wird ein Haus flexibel nutzbar

Gleichwertig "Flexible Häuser brauchen Räume, die von Größe, Zuschnitt und Raumqualität annähernd gleichwertig sind", sagt der Stuttgarter Architekt und Fachbuchautor Achim Linhardt: "Dann kann jeder Raum in vielfacher Weise genutzt werden." Solche Räume sind größer als übliche Schlaf- und Kinderzimmer, aber deutlich kleiner als die häufig anzutreffenden repräsentativen Wohnräume.

Raumgröße Sinnvoll seien Zimmer mit mindestens 20 Quadratmetern, denn die lassen sich sogar noch - je nach Bedarf - mit Trennwänden teilen. Einzelne Räume können dann - je nach Bedarf - mal Arbeits- oder Gästezimmer, Hobbyraum oder Hauswirtschaftsraum sein.

Innenwände "Bei Häusern auf kleiner Grundfläche ist es kein Problem, die Decken von Außenwand zu Außenwand zu spannen, also ohne Zwischenunterstützung", erläutert der Stuttgarter Architekt Friedrich Grimm: "Die Wände im Innern müssen daher die Decke nicht mittragen. Deshalb lassen sich Wände wieder entfernen und an anderer Stelle aufbauen." Kurzum: Nachträgliche Veränderungen müssen möglich sein, ohne in das Tragwerk einzugreifen. Dann kann das Haus im Innern immer wieder neu strukturiert werden.

Barrierefrei Weitsichtig ist, wer bereits als Bauherr an die Zeiten denkt, in denen es uns schwer fällt, zu laufen oder gar Treppen zu steigen. Preiswerter als ein späterer Umbau ist es, bereits beim Neubau-Planen die Weichen für ein möglichst barrierefreies Wohnen zu stellen. Das bedeutet vor allem: Ebenerdiger Hauseingang, keine Türschwellen, dafür breite Türöffnungen und ein geräumiges Bad.

Module Warum alles auf einmal bauen? Ist das Grundstück groß genug, kann das Haus nach und nach erweitert werden - Modul für Modul. Hier kommen Büroräume hinzu, dort wächst der Wintergarten, später folgen Balkon, Dachterrasse und Garage. Oder auch nicht - je nach Lebenssituation und Geldbeutel. Viele Anbieter von Fertighäusern haben Modulhäuser im Programm: Bausysteme mit hohem Fertigungsgrad, die sich leicht zusammenfügen lassen.

Stockwerke Als Single oder Paar lässt es sich bequem im Bungalow leben. Wird mehr Raum benötigt, wird eben aufgestockt. Im Alter wiederum lässt sich die Wohnsituation zurück auf das Erdgeschoss reduzieren. Das ist nicht nur von Vorteil, weil weniger Platz auch weniger Arbeit macht, sondern auch deshalb, weil hier unten keine Treppen den Alltag behindern. Und was passiert mit dem übrigen Wohnraum? Der eignet sich für Gäste, Pfleger oder bietet sich zur Vermietung an.