Umfrage

Erste eigene Wohnung liegt meist sehr nah am "Hotel Mama"

Der Auszug aus dem Elternhaus ist ein großer Schritt in Richtung Erwachsensein. Doch jeder zweite "Nestflüchtling" sucht sich eine Bleibe in der Nähe von "Hotel Mama" und kommt auch nach dem Auszug noch regelmäßig im Elternhaus vorbei. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Portals Immobilienscout24.

Der Wunsch nach Eigenständigkeit und Privatsphäre (bei 45 Prozent der Befragten) sowie die Verlockung, in Zukunft mit dem oder der Liebsten Bett und Tisch zu teilen (35 Prozent), sind die häufigsten Gründe, weshalb junge Erwachsene die Elternwohnung Nest verlassen. 34 Prozent der Befragten hat ein Studium oder eine Ausbildung an einem anderen Ort aufgenommen und war deshalb gezwungen, den Wohnort zu wechseln. 17 Prozent haben "keine Lust mehr auf die Eltern" und vier Prozent gaben an, dass die Eltern den Auszug forciert haben.

Doch so sehr sich die jungen Erwachsenen auch nach Eigenständigkeit sehnen - die Bequemlichkeit lässt sie nicht weit kommen. Wie die Umfrage zeigt, entfernt sich über die Hälfte der Befragten nicht mehr als 25 Kilometer vom Elternhaus. Die räumliche Nähe zu Mutter und Vater ist praktisch für alle, die sich von den Vorzügen der elterlichen Fürsorge nicht so recht trennen wollen. Immerhin geben 27 Prozent an, anfangs noch ein- bis dreimal die Woche bei den Eltern eingekehrt zu sein.

Die Gründe für die Besuche sind unterschiedlicher Natur. Während Töchter eher emotionale Motive haben, suchen Söhne öfter aus praktischen Beweggründen das ehemalige Zuhause auf. 73 Prozent der weiblichen Befragten besuchen die Eltern einfach so oder aus Sehnsucht, Männer kommen hingegen häufiger als die Frauen nur zum Essen (30 Prozent) oder zum Wäsche waschen (21 Prozent).