Finanzierung

Jetzt den Immobilien-Traum verwirklichen

Immer mehr Menschen können sich vorstellen, den Traum vom Eigenheim auch in die Tat umzusetzen: 43,9 Prozent der Deutschen sind derzeit davon überzeugt, sich den Bau oder Kauf eines Hauses oder einer Wohnung leisten zu können, geht aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage für die Comdirect Bank hervor.

Und laut einer "Baugeldstudie 2011" zeigt sich gleichzeitig, dass die Deutschen weniger Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes haben: Erstmals ist die Angst vor Job-Arbeitsplatzverlust nicht mehr der wichtigste Hinderungsgrund beim Immobilienerwerb, erfragte der Baugeldvermittler Hypothekendiscount.

Günstiger Zeitpunkt für Kauf

Der Optimismus ist anhaltend: Wie schon in den Vormonaten ist jeder Zweite (jetzt 52,2 Prozent) der Ansicht, momentan sei ein guter Zeitpunkt, um eine Immobilie günstig zu finanzieren. Das bestätigt auch der Comdirect-Stimmungsindex Baufinanzierung, der jetzt im Mai bei 108,5 Punkten liegt - wieder fast so hoch ist wie vor einem Jahr.

Arbeit weg, Immobilie weg - diese gedankliche Verbindung wurde lange Zeit in Deutschland gezogen, doch diese Einstellung aus Krisenzeiten hat sich gewandelt: Während im Jahr 2010 noch 57 Prozent der Deutschen angaben, die Angst ihren Arbeitsplatz zu verlieren, hindere sie daran, einen Hauskredit aufzunehmen und Wohneigentum zu erwerben, sind es in diesem Jahr nur noch 35 Prozent der Befragten, berichtet Hypothekendiscount. "Die Erholung auf dem Arbeitsmarkt hat einen Einfluss auf die Entscheidungsfindung beim Immobilienerwerb", sagt dort Kai Oppel.

Auch die Quote derer, die wegen der Gefahr eines Arbeitsplatzwechsels keine Immobilie erwerben wollen, ist gegenüber dem Vorjahr gesunken. Nur jeder Zehnte würde keine Wohnung kaufen, weil er wegen Jobwechsels einen Umzug fürchtet. Laut Hypothekendiscount zieht ein arbeitsplatzbedingter Umzug zudem nicht zwangsläufig den Verkauf der Immobilie nach sich. "Für viele ist es durchaus eine Option, eine zur Selbstnutzung gekaufte Immobilie als Kapitalanleger zu behalten und zu vermieten", erläutert Oppel. Gegenüber der finanzierenden Bank sei dies meist problemlos möglich.

Der Top-Hinderungsgrund, eine Immobilie zu erwerben, ist nach den aktuellsten Zahlen immer noch die befürchtete Kreditbelastung. Die hohe finanzielle Belastung durch einen Kredit schreckt 50,3 Prozent aller Befragten ab. "Diese Sorge ist aber in diesen Monaten eher unbegründet", sagt Oppel: "Das Zinsniveau ist nach wie vor niedrig. Wegen der guten Konditionen können Kredite ohne nennenswerte Mehrbelastung im Vergleich zur Miete aufgenommen werden.

Argumente, die für die Befragten eher am Rande eine Rolle spielen, sind: "Ich finde nicht die passende Immobilie", sagten 12,4 Prozent. Die Angst vor einer Scheidung hielt 6,5 Prozent vom Kauf von Haus oder Wohnung ab, und 5,7 Prozent wollten aus ihrer "Verantwortung gegenüber den Kindern" den Nachwuchs weder mit einer Immobilie noch nicht den Schulden derselben belasten.

Die Mehrheit aber ist "pro Kaufen", und hat schon genauer darüber nachgedacht: So würden derzeit nur noch 60 Prozent (im März 62,3 Prozent) auf einen Hypothekenkredit zur Finanzierung einer eigenen Immobilie setzen. Erhöht dagegen hat sich der Anteil derjenigen, die vor allem auf eigene Ersparnisse zurückgreifen würden, von 51,5 Prozent (März) auf 53,8 Prozent (Mai).

Frauen zögern eher

Männer sind in Finanzdingen anscheinend selbstbewusster als Frauen: 50,6 Prozent der Herren trauen sich derzeit die Finanzierung einer Immobilie zu, bei den Damen liegt der Anteil dagegen nur bei 37,4 Prozent, erfragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa für die Comdirect Bank.