Urteil

Auch auf dem Land muss man Lärm ertragen

Wer aus der Hektik der Großstadt beispielsweise ins Brandenburgische zieht, muss auch auf dem Land Lärm hinnehmen. Eine Belastung von 60 Dezibel sei in einem Dorfgebiet zulässig, entschied das Verwaltungsgericht Hannover (Az. 4 A 3345/10).

Ein Mann hatte sich gegen eine Grüngut-Annahmestelle auf Nachbarland gewehrt hatte. Vor allem der dort eingesetzte Schredder verursache Lärm, wie der Deutsche Anwaltverein aus dem Prozess berichtet.

Diesen Lärm müsse der Kläger ertragen, entscheiden die Richter. Die zulässige Grenze von 60 Dezibel werde nicht überschritten. Zudem seien in der Umgebung weitere landwirtschaftliche Betriebe; einen besseren Lärmschutz könne er auf dem, Lande nicht verlangen.