Steuern

Grundsteuer zu hoch? Bundesgericht prüft Berechnungsmethode

Der Bundesfinanzhof hat Zweifel an der Methode, wie bisher die Grundsteuer berechnet wurde. Derzeit liegt die Frage bei den Bundesverfassungsrichtern (Az. 2 BvR 287/11) in Karlsruhe auf dem Tisch. Die Daten zur Berechnung der Grundsteuer gelten als überholt.

Sie kommen zum Teil aus den 60er- und in Ostdeutschland gar 30er-Jahren. Der Bundesfinanzhof hält die Regelung nur bis zum Jahr 2006 für tragbar.

Die Finanzämter wollen daher alle Einsprüche gegen die Bescheide bis zur endgültigen Entscheidung ruhen lassen. Das heißt aber nicht, dass Immobilienbesitzer die Zahlung der Grundsteuer verweigern sollten. Wer keinen sogenannten Antrag auf Aussetzung der Vollziehung stellt - der ohnehin in den meisten Fällen abgelehnt werden dürfte -, der sollte sicherheitshalber erst einmal unter Vorbehalt und Hinweis auf das Verfahren zahlen und sich später darüber freuen, dass nach einem positiven Ausgang möglicherweise ein neuer Grundsteuerbescheid ergeht, der eine geringere Grundsteuer vorsieht.