Sparverhalten

Konsum geht vor Wohneigentum

Das Sparziel "Konsum/Spätere Anschaffungen" nimmt gemeinsam mit dem "Altersvorsorge" die Spitzenposition der wichtigsten Sparziele der Bundesbürger ein - erst auf Platz 3 folgen "Erwerb/Renovierung von Wohneigentum".

Das zeigt die von TNS Infratest für den Verband der Privaten Bausparkassen veranstaltete neueste repräsentative Umfrage zum Sparverhalten der Bundesbürger. Die Umfrage wird dreimal im Jahr durchgeführt.

Das Sparziel "Altersvorsorge" liegt im Frühjahr 2011 mit 59,7 Prozent auf Rang 1, knapp dahinter mit einem Zuwachs von 1,3 Prozentpunkten auf 59,5 Prozent rangiert "Konsum/Spätere Anschaffungen". Wohneigentum kam auf 47,1 Prozent, immerhin ein Plus von 1,3 Prozentpunkten. Erst mit großem Abstand folgt das Sparziel "Kapitalanlage", das zwar 5,3 Prozentpunkte zulegte, mit 32,8 Prozent aber weit von früheren Werten entfernt ist.

"Die guten Wirtschaftsnachrichten stimulieren die Konsumneigung. Sorgen um Arbeitsplatzverlust und Einkommenseinbußen treten eher in den Hintergrund", erklärte dazu der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Privaten Bausparkassen, Andreas J. Zehnder. Und: "Wer Geld für andere Zwecke spart, setzt aber weiter auf solide Sachwerte wie Immobilien".

Auf die Frage nach dem künftigen Sparverhalten gaben 8,2 Prozent der Befragten an, mehr sparen zu wollen, das sind zwei Prozentpunkte mehr als im Herbst 2010. Der Anteil der Bundesbürger, die künftig weniger sparen wollen, ist mit 12,3 Prozent gegenüber der letzten Umfrage mit 12,0 Prozent nahezu unverändert.

Und wie wird gespart? Danach belegt das traditionelle Sparbuch mit 52,1 Prozent den vordersten Platz, gefolgt vom Girokonto (36,7 Prozent) und dem Bausparvertrag mit 36,5 Prozent (minus 2,5 Prozentpunkte) auf Rang 3.