Vorsorge

Neues Haus muss dicht sein - Architekt haftet

Während der Bauarbeiten sind Immobilien anfällig für Schäden.

Von außen können Wasser und andere Naturgewalten eindringen. Wie weit geht dann die Verantwortung eines für die Bauleitung zuständigen Architekten? Das musste laut LBS vor dem Oberlandesgericht Celle (Az. 7 U 174/06) entschieden werden.

In ein teilweise bereits bewohntes Objekt war Regenwasser eingedrungen. Wie sich herausstellte, waren Dränage und Grundleitungen im Erdboden nicht ausreichend dimensioniert worden. Der Architekt berief sich darauf, dass er bei einer Baustelle zwar gegenüber Dritten verantwortlich ("verkehrssicherungspflichtig") sei, nicht aber gegenüber dem Bauherrn selbst.

Das sahen die Richter etwas anders. Im Urteil hieß es: "Der Architekt ist nicht nur Dritten gegenüber dafür verantwortlich, Schäden zu vermeiden. Diese Pflicht obliegt ihm auch gegenüber dem eigenen Auftraggeber." Wenn Teile des Gebäudes schon benützt würden, müsse Witterungsschäden vorgebeugt werden. Dazu zähle auch die Vorsorge gegen Regenwasser.